Eiweiß – Baustoff des Körpers

Optifast Gruppenabend (04.01.18)
Programmwoche 18, Umstellungsphase Woche 05/08

  • Medizin / Diverses
  • Ernährung
  • Verhalten

Wochenrückblick

Weihnachten und Silvester sind vorbei und ich bin nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen.
Die Abnahme war jeweils zwar geringer als sonst, dafür bin ich nach den Feiertagen wieder gut in das Programm gekommen und jetzt kann alles wie geplant weitergehen.
Natürlich hoffe ich, dass es dann auch wieder zu einer größeren Abnahme kommt.

 

Medizin / Diverses (17:00-18:30)

Beutelbestellung der Woche:

21x Schokolade

Beutel gibt es ab dieser Woche auch wieder einen weniger. Ab jetzt gibt es nur noch Schoko. 3 Beutel pro Tag für die nächsten zwei Wochen.

Außer etwas Rückenschmerzen an zwei Tagen hatte ich keine körperlichen Beschwerden. Deswegen war auch die medizinische Sprechstunde nicht lang.
Schnell ging es auf die Waage.

 

Gewichtsverlauf Optifast

Gewicht: 140,6 kg
Vergleich zur vorletzten Wochen / Start: -2,2 kg / -32,2 kg

 

Ernährung (18:30-19:30)

Das Thema war Eiweiß (Protein).
Der letzte Nährstoff, neben den Kohlenhydraten und den Fetten, für eine ausgewogene Ernährung.
Der Name Protein (griech. Proton = das Wichtigste / das Erste) sagt schon aus, dass Eiweiß eine wichtige Bedeutung für den Körper hat.

Unterschied zwischen Eiweiß und den Nährstoffen Kohlenhydrate und Fett:

Ein Gramm Eiweiß hat vier Kilokalorien (1 g Kohlenhydrate = 4 kcal / 1 g Fett = 9 kcal).
In erster Linie wird Eiweiß aber vom Körper als Baumaterial genutzt.
Ebenso ist Eiweiß für lebensnotwendige Prozesse notwendig:

  • Erhaltung und Neubildung von Körperzellen (Muskeln etc.).
  • Bildung von Antikörpern für die Immunabwehr.
  • Bildung von Transportproteinen im Blut.
  • Bildung von Gerüststoffen für Bindegewebe, Knochen, Nägel und Haare.
  • Aufbau von Hormonen.
  • Aufbau aller Enzyme (verbessern und beschleunigen Prozesse im Körper)

Da Eiweiß, im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Fetten, aber nicht lange im Körper gespeichert werden kann, ist es notwendig mehrmals täglich Eiweiß mit der Nahrung aufzunehmen.

Weitere Gründe warum insbesondere adipöse Menschen auf eine regelmäßige und hohe Eiweißzufuhr achten sollten:

  • hoher Sättigungsgrad
  • bessere Gewichtsstabilisierung
  • stimuliert den Energieverbrauch
Biologische Wertigkeit von Eiweiß:

Eiweiß wird im Körper zu Aminosäuren zerlegt. Darunter gibt es neun Aminosäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann. Diese müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

Je mehr von diesem Eiweiß in einem Nahrungsmittel ist, desto höher ist die biologische Wertigkeit.

Eiweißhaltige Lebensmittel:

Sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln ist Eiweiß enthalten.

Beide Gruppen haben ihre Vor- und Nachteile:

Vergleich pflanzliches und tierisches Eiweiß (Quelle Optifast©52)
Vergleich pflanzliches und tierisches Eiweiß (Quelle Optifast©52)
Mahlzeitenplanung:

Gerade im derzeitigen Stadium des Programmes (eingeschränkte Lebensmittelmenge) ist es ratsam tierische und pflanzliche Eiweiße zu kombinieren, dadurch erhöht sich die Eiweißausbeute für den Körper.

Gute Kombinationen sind:

  • Kartoffeln und Milchprodukte
  • Kartoffeln mit Fleisch, Fisch oder Ei
  • Getreide und Milchprodukte
  • Hülsenfrüchte mit Fleisch und Getreide

 

Verhalten (19:30-20:30)

Zu Beginn gab es eine Erfahrungsrunde. Thema war da natürlich Weihnachten und Silvester. Wie es mir ergangen ist, habe ich ja schon geschrieben.

Danach wiederholten wir noch einmal das Thema Konditionierung.

Das Hauptthema der Stunde war “gezügeltes (rigides = strenges) Essverhalten und ungezügeltes Essverhalten”.
Im Programm hatten wir ja am Anfang mit den Shakes ein gezügeltes Essverhalten. Soweit ich das jetzt schon weiß, wird es im weiteren Verlauf immer mehr zu einem flexibleren Essverhalten kommen. Also alles ist in Maßen erlaubt. So umgeht man auch mögliche “Fressanfälle“.
Das kennt man ja von Schokolade. Wenn man sich diese verbietet und dann doch mal probiert, ruck zuck ist die Tafel weg. Das ist die sogenannte Gegenregulation zum gezügelten Essverhalten.

Zu diesem Thema gibt es auch ein interessantes Experiment von Herman und Mack aus dem Jahr 1975:

Es wurde mit gezügelten und ungezügelten Essern ein Geschmacksexperiment mit Eiscreme durchgeführt. Jeder durfte soviel Eis essen wie er mochte und sollte anschließend eine Geschmacksbewertung vornehmen. Zu Beginn wurde den Teilnehmern als Test ein Milchshake gereicht. Erwartet wurde, dass die gezügelten Esser weniger Eis verzehren würden als die ungezügelten Esser. Natürlich kam alles ganz anders:

Durch den vorab getrunkenen Milchshake kam es bei den gezügelten Essern zu einer Art Enthemmung. Sie aßen mehr Eis als die anderen. Da durch den Shake die selbst gesetzte Diätgrenze schon überschritten war, kam es zu einer “Jetzt ist es egal”- Einstellung. Das ist die Gegenregulation bei gezügeltem Essverhalten.
Ohne den Milchshake zu Beginn gab es keine Gegenregulation und die gezügelten Esser nahmen auch wenig Eis zu sich.

Auf dem folgenden Bild seht ihr ein paar Notizen von unserem “Brainstorming” zu diesem Thema:

Notizen Brainstorming
Notizen Brainstorming

 

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